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 Gestern im Glase 
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Registriert: 27.08.2007, 10:23
Beiträge: 11
Beitrag Gestern im Glase
Château Ducru Beaucaillou 1998

besitzt Charakter und eine gewisse Robustheit, die in seinem derzeitigen Stadium noch etwas auf Kosten der Finesse geht: massives Tannin, gut an Alkohol, Ende röstig und pfeffrig.

Die Flasche wurde doppelt dekantiert und weilte noch 2 Stunden im Magnum-Dekanter. Muskulöser Geselle, der im Glas noch weiter aufmachte. Ein bis zwei Jahre Kellerreife wären ratsam.

In diesem Stadium 90 m-d Punkte.

servus
m-d


06.09.2007, 09:15
Profil

Registriert: 08.08.2007, 16:44
Beiträge: 42
Beitrag Re: Gestern im Glase
Der Begriff «doppelt dekantiert» ist neu für mich. Machen Sie das öfters und wenn ja, inwiefern verändert es den Wein? (CK)


07.09.2007, 18:17
Profil

Registriert: 27.08.2007, 10:23
Beiträge: 11
Beitrag Re: Gestern im Glase
hi Chandra,

das ist nichts anderes als die Flasche geöffnet in eine Karaffe gegossen und gleichzeitig verkostet, ob sie einen Fehler hat. Die Flasche wird gesäubert und der Wein aus der Karaffe zurückgegossen.
Sollte man dann bei der Verkostung feststellen, der Wein ist auf dem Punkt, wird die Flasche wieder verschlossen bis zum Genuss.
Zeigt sich der Wein noch sehr verschlossen, kommt er in einen Magnumdekanter, wo er sich schneller entfaltet.

servus
m-d


08.09.2007, 14:00
Profil

Registriert: 08.08.2007, 16:44
Beiträge: 42
Beitrag Re: Gestern im Glase
Danke. Werde ich morgen mit zwei Weinen ausprobieren. (CK)


08.09.2007, 21:47
Profil

Registriert: 03.12.2007, 22:40
Beiträge: 2
Beitrag Re: Gestern im Glase
Hallo zusammen! Ich stelle mich hiermit als neues Mitglied vor: Junggeblieben, beruflich mitten im Wein, Wahl-Hamburger.
Einwurf: Doppelt dekantieren - machen wir im Restaurant ständig, allerdings statt in die Flasche retour in eine zweite (meist kleinere) Empfiehlt sich sehr, wenn ein noch nicht offener Wein recht bald genossen werden soll.
Gestern bei:Ch d'Aiguilhe 2001
heute bei Ch d'Armailhac 1995 und Mont du Toit/Le Sommet 2002.
Meine Favoriten zZt (weltweit):
Ch Montus/Madiran (alle jahre, bes. 1994 & 1999)
Dom de Trevallon rouge (1998, 2001)
o.g. d'Armailhac 1995
Sociando-Mallet 1986
Cast Banfi "Summus" 1996
Qta de Vale Meao 2001 & Meandro 2004
gereifte Rheingau-Rieslinge
und und und... soviel Wein sowenig Zeit!

Enttäuscht war ich kürzlich von:
Tourelles de Longueville 2003,
Sociando-Mallet 2000,
Haut-Batailley 2000,
Pesquera 2004
Léoville-Barton 1998 (alles wider Erwarten).

Soweit mein kurzer Abriß; bis demnächst; ich werde -so ich die Zeit finde- alles verfolgen. Genieße jetzt den Rest meines unkomplizierten aber verführerischen Mont du Toit 2003 und sage dann Gute Nacht.
Monty


03.12.2007, 23:27
Profil

Registriert: 03.12.2007, 22:40
Beiträge: 2
Beitrag Re: Gestern im Glase
Tja: "gestern im Glase":
The Armagh 2001 /Jim Barry/ Claire Valley (zu:I) Hirschcarpaccio, anisgebeizt mit Périgord&Rosenkohl -II) Lammwürstchen mit Rosinen-Couscous, hatte da plötzlich einen "Ohrenschmalzgeschmack" im Mund, der nicht mehr weggehen wollt! Bäh!)
Was sagt man dazu? Völlig erschöpft nach dem letzen Glas (ich). Ermüdend konzentriert. Jetzt weiß ich: Wein KANN zu "fett" sein --> zu jung getrunken???. Trotzdem eine tolle Erahrung; gewonnen hat den (fast) direkten Vergleich aber der 1999 Dead Arm Shiraz/d'Arenberg/McLarenVale, der zuläßt, daß man auch hinter, unter, neben seine massive Frucht schmeckt.

Grüße aus Hamburg, Monty.


10.12.2007, 20:59
Profil

Registriert: 19.08.2007, 12:35
Beiträge: 9
Beitrag Re: Gestern im Glase
Hallo Monthy das tönt ja gut, schade wohen ich nicht mehr in Hamburg, sonst hätten wir uns mal treffen müssen. Gruss Felix


17.12.2007, 14:26
Profil

Registriert: 27.08.2007, 10:23
Beiträge: 11
Beitrag Re: Gestern im Glase
Es war zwar nicht gestern sondern am 24.1.08, an dem wir einen wahrhaft großen Pomerol im Glase hatten. Einen
1990 Conseillante
Er begleitete den Hauptgang, ein Entrecôte am Stück zubereitet, ganz langsam gegart an Böhnchen und Kartöffelchen.
Der Wein ist von einer majestätischen Eleganz und erinnert an einen ganz großen Burgunder. Er hat nach wie vor eine tief rubin bis purpurrote Farbe und ein exotisches Bouquet nach fernöstlichen Gewürzen. Körperreich, opulent und säurearm und nur schwer als Bordeaux zu identifizieren.

Ein toller Wein für tolle Stunden mit einer guten Langlebigkeit versehen.


27.01.2008, 23:49
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Registriert: 08.08.2007, 16:44
Beiträge: 42
Beitrag Re: Gestern im Glase
Interessant, dass Sie den Wein mit einem grossen Burgunder vergleichen. Ich stelle immer wieder fest, dass «grosse» Weine, gleich woher sie kommen und aus welchen Traubensorten sie vinifiziert sind, an grosse Burgunder erinnern. Zuletzt erlebte ich das anfangs Jahr bei Elio Altare, als wir seinen 95er Barolo Brunate tranken. Blind verkostet hätte ich sofort auf einen Burgunder getippt.
(ck)


31.01.2008, 22:16
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